Projekt

Nach Prüfung von zwei Varianten (Verglasung, Verbrennung) wurde gemeinsam mit den Verantwortlichen des Kantons und des Bundes entschieden, die Sonderabfälle der Deponie auszuheben und in einer externen Sonderabfallverbrennungsanlage zu entsorgen. Die belasteten Bodenanteile werden thermisch behandelt werden.

Aushub

Der Aushub der Abfälle geschieht in zwei Etappen und dauert vom Frühjahr 2010 bis voraussichtlich zum Frühjahr 2016. Zuerst wird der südliche Teil der Deponie ausgehoben, danach der nördliche. Die Aushubarbeiten werden in der geschlossenen Aushubhalle ausgeführt, die nach dem Aushub des südlichen Teils auf die nördliche Hälfte der Deponie versetzt wird.

Zum Schutz von Mensch und Umwelt ist die Aushubhalle geschlossen und steht unter ständigem Unterdruck. Die Luftqualität innerhalb der Halle wird laufend kontrolliert. Die Abluft wird oxidativ gereinigt. Die gereinigte Luft wird kontinuierlich überwacht und analysiert um sicherzustellen, dass die strengen Auflagen der schweizerischen Luftreinhalteverordnung (LRV) jederzeit erfüllt werden.

Die Abfälle werden mit einem ferngesteuerten Kran-Greifer-System ausgehoben, geschreddert und in Loren gegeben, die die Abfälle halbautomatisch in die Vorbereitungshalle bringen. Durch den Einsatz eines Kran-Greifer-Systems sowie aus der Leitwarte ferngesteuerter Baumaschinen wird die Anzahl der in der Aushubhalle beschäftigten Mitarbeitenden auf ein Minimum reduziert. In Ausnahmefällen oder bei spezifischen Tätigkeiten kommen bemannte Bagger zum Einsatz, deren Kabine abgedichtet ist und unter leichtem Überdruck steht.

Das Sickerwasser wird aus der Halle abgeführt, zwischengelagert und nach Basel zur Behandlung in einer industriellen Abwasserreinigungsanlage transportiert. Das Abwasser aus Reinigungsarbeiten wird in einer mehrstufigen Kläranlage vor Ort behandelt.

36 Bohrungen erlauben die Überwachung des Grundwassers.

Die Behörden überwachen die Einhaltung sämtlicher Gesetze, Richtlinien und Grenzwerte.

Vorbereitung

Von den Abfallchargen wird jeweils eine Probe genommen, die im Labor auf ihre chemische Reaktionsfähigkeit hin untersucht wird. Wenn nötig, erfolgt eine Stabilisierung der Abfallcharge mit Feuchtigkeit saugenden Zuschlagstoffen und/oder gelöschtem Kalk. Die so stabilisierten Abfälle werden in Transportcontainer abgefüllt.

Transport & Verbrennung

Die Spezialcontainer werden nach einer kurzen Zwischenlagerung per Bahn zu den externen Sonderabfallverbrennungsanlagen der HIM GmbH in Biebesheim und weiteren Entsorgungsfachbetrieben transportiert. Durch den Transport per Bahn werden das Risikopotenzial und die Umweltbelastung minimiert.

Die Sonderabfallverbrennungsanlagen der HIM GmbH in Biebesheim und von deren Partnerfirmen zählen zu den modernsten Anlagen ihrer Art. In Drehrohröfen wird der Abfall bei Temperaturen von über 1200°C verbrannt und in chemisch stabile Schlacke umgewandelt. Die Reinigung der Rauchgase erfolgt in einem mehrstufigen Prozess, sodass die Abluft die strengen Auflagen der deutschen Gesetzgebung erfüllt.

Rückbau

Nach Beendigung der Sanierungsarbeiten werden die Hallen demontiert und das Gelände wieder aufgeforstet. Dies wird voraussichtlich in den Jahren 2016 und 2017 geschehen. Bis sich jedoch der Wasserhaushalt im Gebiet wieder stabilisiert hat, werden noch weitere drei bis vier Jahre vergehen. In dieser Zeit erfolgt eine lückenlose Überwachung der Grund- und Oberflächenwasserqualität.

Die Sanierung macht eine umfangreiche Infrastruktur notwendig, die zuerst erstellt werden muss. Dazu braucht es eine Zufahrtsstrasse für Lastwagen. Aushub und Vorbereitung der Abfälle setzen den Bau verschiedener Hallen voraus. Da der Transport des ausgehobenen Sondermülls zur Verbrennungsanlage und des kontaminierten Bodens zur Bodenbehandlungsanlage mehrheitlich per Bahn erfolgen wird, müssen zudem Geleiseanlagen gebaut werden, welche die Deponie mit dem bestehenden Geleisenetz verbinden.

Für den Aushub und die Vorbereitung der Abfälle sind zudem speziell ausgerüstete Maschinen notwendig.

Der vorbereitete Sondermüll wird in Spezialcontainer verladen und per Bahn zu externen Sonderabfallverbrennungsanlagen transportiert. Dadurch werden das Risikopotenzial und die Umweltbelastung minimiert.

Das Sickerwasser wird aus der Deponie abgeführt und nach Basel zur Behandlung in eine industrielle Abwasserreinigungsanlage abtransportiert. Das Abwasser aus Reinigungsarbeiten wird in einer mehrstufigen Kläranlage direkt vor Ort behandelt.

In den Hallen wird durch ein Lüftungssystem ein Unterdruck generiert, damit keine unkontrollierten Emissionen nach aussen gelangen. Die Abluft wird über eine oxidative Behandlungsanlage gereinigt. Die Luftqualität innerhalb der Hallen und am Ausgang des Kamins wird laufend überwacht.

Nach Beendigung der Sanierungsarbeiten werden die Hallen demontiert und das Gelände wieder aufgeforstet.

Das Projekt läuft in fünf klar definierten Etappen ab. Die definitive Sanierung der Deponie Bonfol bis zur abschliessenden Demontage der Infrastruktur dauert voraussichtlich bis ins Jahr 2017. Bis sich jedoch der Wasserhaushalt im Gebiet wieder stabilisiert hat, werden noch weitere drei bis vier Jahre vergehen. In dieser Zeit erfolgt eine lückenlose Überwachung der Wasserqualität.

Das Konsortium, bestehend aus Marti AG, Bern, und Züblin Umwelttechnik, Stuttgart (Deutschland), errichtet die Infrastruktur und führt den Aushub der Abfälle durch. Das deutsche Spezialunternehmen HIM GmbH, Biebesheim (Deutschland), ist für die Vorbereitung, den Transport und die Verbrennung der Abfälle zuständig. Die Projektleitung liegt bei der bci Betriebs-AG.