Infrastruktur

Zur Erstellung der umfangreichen Infrastruktur braucht es eine Zufahrtsstrasse für Lastwagen. Die Lastwagen transportieren die Elemente zum Bau der Hallen und das Material für die Verlängerung der Geleiseanlagen. Ebenso muss das Gebiet mit Elektrizität, Wasser etc. erschlossen werden. Die Bau- und Vorbereitungsarbeiten dauern voraussichtlich von August 2007 bis im Winter 2009.

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Aushubhalle


Die Aushubhalle ist 150 Meter lang, 122,5 Meter breit und rund 10 Meter hoch. Es handelt sich dabei um eine Leichtbaustruktur, die auf Stahlträgern ruht. Das Gesamtgewicht der Halle beträgt 3'000 Tonnen. Eine gleiche Hallenkonstruktion findet man auf der Sondermülldeponie Kölliken. Die Halle deckt etwas mehr als die Hälfte der auszuhebenden Fläche ab. Sie wird während des Aushubs einmal versetzt. Zum Schutz von Mensch und Umwelt ist die Halle geschlossen und steht unter ständigem Unterdruck.

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Vorbereitungshalle


Die Vorbereitungshalle aus Beton und Stahl schliesst unmittelbar an die Aushubhalle an.

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Pavillon


Der Pavillon ist eine Leichtkonstruktion in Containerbauweise. Neben Büros für den Bauherr und die Realisierungspartner beinhaltet der Pavillon ein Labor, in dem vor Ort Boden-, Luft- und Wasseranalysen durchgeführt werden können.

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Gleiseanlagen


Neue Gleise mit einer Länge von 700 Metern verbinden die Deponie mit dem bestehenden Gleisenetz der Chemins de Fer du Jura, welche die Eisenbahnlinie Porrentruy - Bonfol betreiben.

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Abwasserreinigungsanlage (ARA)


Die ARA wurde in den 1990er - Jahren gebaut, um das in den Drainageleitungen erfasste Deponiesickerwasser zu behandeln. Für das Sanierungsprojekt wird sie ausgebaut, damit das anfallende belastete Abwasser vor Ort behandelt werden kann. Das Deponiesickerwasser wird dagegen nach Basel transportiert, wo es in einer industriellen ARA behandelt wird.

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Abluftreinigungsanlage


Die Abluftreinigungsanlage ist eine 3-stufige Anlage. Auf der ersten Stufe werden gröbere Partikel zurückgehalten. Die zweite Stufe dient als Schwebestaubfilter. In der dritten Stufe werden flüchtige Schadstoffe oxidativ zerstört.

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Aushub- und Transportgerät


Zum Aushub der Abfälle kommen ferngesteuerte Kran-Greifer-Systeme zum Einsatz. In spezifischen Fällen wie beispielsweise für den Aushub von kontaminierten Böden werden auch Bagger eingesetzt, deren abgedichtete Kabinen unter Überdruck stehen, sodass die Fahrer vor schädlichen Emissionen geschützt sind.

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Transportcontainer


Die Container zum Transport der Sonderabfälle zu den Sonderabfallverbrennungsanlagen per Bahn erfüllen die Auflagen der Richtlinien für den Transport von Gefahrgut (ADR/RID). Zudem sind die Container mit abgedichteten Deckeln versehen, damit Emissionen vermieden werden. Sie haben ein Volumen von jeweils 10 Kubikmeter.

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Industriewasserreservoir


Das Industriewasserreservoir wird durch Regenwasser und durch in der kommenden Kläranlage gereinigtes Wasser gespeist. Es dient als Speicher für das Industriewasser, das während des Aushub- und Vorbereitungsprozesses benötigt wird. Zudem wird es als Löschwasserreservoir für die Feuerbekämpfungsinstallationen und die Feuerwehr genutzt.

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Meteostation


Mit der Meteostation werden Luftdruck, Luftfeuchtigkeit, Temperatur und Windverhältnisse vor und während der Deponiesanierung gemessen sowie Frequenz und Dauer besonderer meteorologischer Situationen erfasst. Ihr 40 Meter hoher Mast wurde bereits im November 2004 installiert.