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08-2013

Die Verschiebung der Aushubhalle im Visier

Es ist eine riesige Aufgabe: Die Aushubhalle muss für die zweite Etappe der Sanierung von der Süd- auf die Nordseite der Sondermülldeponie Bonfol verschoben werden. Im Vorfeld müssen zahlreiche Details bedacht und koordiniert werden. Erst wenn alles richtig erledigt ist, kann Anfang September die Aushubhalle verschoben werden.

Die Stahlkonstruktion der Aushubhalle ist 150 Meter breit, 122,5 Meter lang und mit ihren Bögen rund 40 Meter hoch. Die geschlossene, ventilierte Halle erlaubt es, die Abfälle der Sondermülldeponie auszuheben, ohne dass während den Arbeiten Schadstoffe und Gerüche freigesetzt werden. Die Halle ist so konzipiert, dass sie rund 60 Prozent der Deponie bedeckt. Mit dem Fortschritt des Aushubs auf der Südseite (bis Ende Juni rund 82 000 Tonnen Abfälle) muss die Aushubhalle nun auf die Nordseite verschoben werden. Danach kann die zweite Etappe der Sanierung durchgeführt werden.

„Die Halle mit ihren neun Stahlbögen und rund 3 000 Tonnen Gewicht über 80 Meter zu verschieben, ist nicht die grösste Herausforderung. Beim Bau der Halle haben wir bereits einzelne Bögen und grösser zusammenhängende Stahlstrukturen verschoben“, erklären Urs Haller und Hans-Ulrich Knehr vom Groupement DIB. Dieses Konsortium hat die Aushubhalle konzipiert und gebaut. „Fast noch komplexer wird die zeitliche Koordination der Vorbereitungsarbeiten und die Wiederherstellung des Betriebszustandes; aber wir sind zuversichtlich.“

Auf einem grossformatigen Ablaufplan mit 151 einzelnen Aufgaben hat das Groupement festgehalten, wie die Vorbereitungen, Sicherheitsanforderungen, das Verschieben selbst und alle Nachbereitungen zwischen Juli und Ende Oktober organisiert werden. Mehr als 20 unterschiedliche Unternehmen müssen geführt und ihre Arbeiten möglichst nahtlos aufeinander abgestimmt werden (siehe Infografik). Doch manche Gegebenheiten werden nur sehr kurz vor der Verschiebung bekannt sein. Zum Beispiel können die zusätzlichen Fassadenteile für die Südseite erst bestellt werden, wenn der genaue Verlauf des Deponiesaums feststeht.

Der Nordteil der Deponie ist indes bereits vorbereitet: „Wir haben bereits 31 000 Kubikmeter (m3) Deckelmaterial abgetragen, in der Mehrheit Ton, aber auch Sand und Kies.“, erklärt der Baustellendirektor der bci Betriebs-AG, Alain Lachat. „Davon wurden 4 400 m3 in Zementwerken entsorgt. Rund 26 600 m3 Bodenmaterial werden entweder für das Auffüllen verwendet oder wurden aber recycelt.“

Das neue Fundament für die Nordwand wurde bereits gegossen, sowie Wege um den Nordteil der Deponie erstellt und asphaltiert. Die Infrastruktur wird vorbereitet, während noch bis 24. Juli im Süden der Abfallaushub läuft. Ende Juli werden dann die Abfälle mit einer Plane abgedeckt und die Luft darunter abgesaugt. Die Halle wird gesäubert, Luftmessungen werden durchgeführt und dann wird die Halle schrittweise geöffnet. Denn die Halle muss auch mit grossem Gerät zugänglich sein, für die Demontage der Gerätschaften und Leitungen sowie für die zahlreichen baulichen Massnahmen.

Entdecken Sie die vorbereitenden Arbeiten für die Verschiebung der Aushubhalle in der animierten Infografik.

Galerie
Weitere Artikel des Newsletters
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» Messapparate, Neutralisierungsprodukte und ein „Nasennetzwerk“
» „Hier in Bonfol ist mein Leben, hier sind meine Freunde“
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08-2013

Die Verschiebung der Aushubhalle im Visier

Es ist eine riesige Aufgabe: Die Aushubhalle muss für die zweite Etappe der Sanierung von der Süd- auf die Nordseite der Sondermülldeponie Bonfol verschoben werden. Im Vorfeld müssen zahlreiche Details bedacht und koordiniert werden. Erst wenn alles richtig erledigt ist, kann Anfang September die Aushubhalle verschoben werden.

Die Stahlkonstruktion der Aushubhalle ist 150 Meter breit, 122,5 Meter lang und mit ihren Bögen rund 40 Meter hoch. Die geschlossene, ventilierte Halle erlaubt es, die Abfälle der Sondermülldeponie auszuheben, ohne dass während den Arbeiten Schadstoffe und Gerüche freigesetzt werden. Die Halle ist so konzipiert, dass sie rund 60 Prozent der Deponie bedeckt. Mit dem Fortschritt des Aushubs auf der Südseite (bis Ende Juni rund 82 000 Tonnen Abfälle) muss die Aushubhalle nun auf die Nordseite verschoben werden. Danach kann die zweite Etappe der Sanierung durchgeführt werden.

„Die Halle mit ihren neun Stahlbögen und rund 3 000 Tonnen Gewicht über 80 Meter zu verschieben, ist nicht die grösste Herausforderung. Beim Bau der Halle haben wir bereits einzelne Bögen und grösser zusammenhängende Stahlstrukturen verschoben“, erklären Urs Haller und Hans-Ulrich Knehr vom Groupement DIB. Dieses Konsortium hat die Aushubhalle konzipiert und gebaut. „Fast noch komplexer wird die zeitliche Koordination der Vorbereitungsarbeiten und die Wiederherstellung des Betriebszustandes; aber wir sind zuversichtlich.“

Auf einem grossformatigen Ablaufplan mit 151 einzelnen Aufgaben hat das Groupement festgehalten, wie die Vorbereitungen, Sicherheitsanforderungen, das Verschieben selbst und alle Nachbereitungen zwischen Juli und Ende Oktober organisiert werden. Mehr als 20 unterschiedliche Unternehmen müssen geführt und ihre Arbeiten möglichst nahtlos aufeinander abgestimmt werden (siehe Infografik). Doch manche Gegebenheiten werden nur sehr kurz vor der Verschiebung bekannt sein. Zum Beispiel können die zusätzlichen Fassadenteile für die Südseite erst bestellt werden, wenn der genaue Verlauf des Deponiesaums feststeht.

Der Nordteil der Deponie ist indes bereits vorbereitet: „Wir haben bereits 31 000 Kubikmeter (m3) Deckelmaterial abgetragen, in der Mehrheit Ton, aber auch Sand und Kies.“, erklärt der Baustellendirektor der bci Betriebs-AG, Alain Lachat. „Davon wurden 4 400 m3 in Zementwerken entsorgt. Rund 26 600 m3 Bodenmaterial werden entweder für das Auffüllen verwendet oder wurden aber recycelt.“

Das neue Fundament für die Nordwand wurde bereits gegossen, sowie Wege um den Nordteil der Deponie erstellt und asphaltiert. Die Infrastruktur wird vorbereitet, während noch bis 24. Juli im Süden der Abfallaushub läuft. Ende Juli werden dann die Abfälle mit einer Plane abgedeckt und die Luft darunter abgesaugt. Die Halle wird gesäubert, Luftmessungen werden durchgeführt und dann wird die Halle schrittweise geöffnet. Denn die Halle muss auch mit grossem Gerät zugänglich sein, für die Demontage der Gerätschaften und Leitungen sowie für die zahlreichen baulichen Massnahmen.

Entdecken Sie die vorbereitenden Arbeiten für die Verschiebung der Aushubhalle in der animierten Infografik.



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