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03-2009

Letzte Vorbereitungen für den Aushub

Die Infrastruktur ist weitgehend fertig gestellt. Der Aushub des Sondermülls wird ab März 2010 mit der Pilotphase beginnen. In dieser Phase wird getestet, ob alle Einrichtungen, Prozesse und Sicherheitsvorkehrungen funktionieren.

Bald ist es soweit, der Aushub kann beginnen. „Der Einsatz der vergangenen Jahre hat sich gelohnt. Im März starten wir die rund dreimonatige Pilotphase für die Sanierungsarbeiten der Sondermülldeponie Bonfol. In dieser Zeit prüfen wir alle Einrichtungen und geplanten Abläufe auf Herz und Nieren“, berichtet Rémi Luttenbacher, Gesamtprojektleiter der bci Betriebs-AG.

Behörden haben Oberaufsicht

Bevor die Pilotphase im nächsten Frühjahr startet, wird eine so genannte „kalte Inbetriebnahme“ durchgeführt: Ohne tatsächlich Abfälle zu bewegen, werden alle Geräte und Sicherheitsvorkehrungen auf ihre Funktionsfähigkeit geprüft. Nach dieser Prüfung obliegt es den kantonalen Behörden, die Betriebsbewilligungen zu erteilen. Damit geben sie die Sanierungsarbeiten, also den Aushub und die Vorbereitung der Abfälle, frei. Als Aufsichtsbehörden werden sie die Pilotphase verfolgen und regelmässig vor Ort Audits durchführen.

Weltweit liegen zur Sanierung grossvolumiger Sondermülldeponien nur wenig Erfahrungswerte vor. In der Pilotphase wird deshalb überprüft, ob alles richtig aufeinander abgestimmt ist. Denn nur wenn Installationen, Maschinen und Sicherheitsvorkehrungen absolut einwandfrei funktionieren, kann die bci Betriebs-AG mit der eigentlichen Sanierung der Deponie beginnen.

Sicherheit und Umweltschutz

Der Schutz von Mensch und Umwelt hat für die bci Betriebs-AG höchste Priorität. Ziel der Pilotphase ist es daher auch, ohne Zeit- und Mengendruck die Einbauten, die installierten Sicherheitsvorkehrungen sowie die Schutzausrüstung der Mitarbeitenden eingehend zu prüfen.

Fachleute führen Raumluftmessungen durch, überwachen die Luftemissionen und nehmen am Auslauf der Abwasserreinigungsanlage (ARA) zahlreiche Wasserproben. Parallel dazu wird das über die Jahre entwickelte Überwachungsprogramm des Grund- und Oberflächenwassers weitergeführt. Falls nötig, werden die Fachleute der jeweiligen Bereiche Anpassungen vornehmen. Während den Pilotmonaten werden in der Aushubhalle schätzungsweise nur rund 5000 Tonnen vom südlichen Deponieteil ausgehoben. Ab Beginn der Pilotphase werden bis zu 15 Fachleute – vom Betriebsleiter bis zum Kranführer – fünf Tage pro Woche vor Ort im Einsatz sein, teilweise im Schichtbetrieb.

Weg des Abfalls im Visier

Während des eigentlichen Aushubs werden ab dem Sommer mit Hilfe des Kran-Greifersystems täglich eindrückliche 160 Tonnen Abfall ausgehoben. Transportloren mit 20 Kubikmeter Volumen bringen die Abfälle von der Aushubhalle zur Vorbereitungshalle. Jede Abfallcharge wird beprobt, im nahen Labor untersucht und falls nötig mit Sägespänen oder gelöschtem Kalk stabilisiert. In Spezialcontainer abgefüllt, gelangen die Abfälle über eine Dekontaminierungsschleuse ins Freilager. Die Container sind wasser- und geruchsdicht und haben in vielfachen Tests ihre Belastbarkeit unter Beweis gestellt. „Die Stahlcontainer wurden speziell für den Transport der Sonderabfälle aus Bonfol konzipiert und zugelassen. So können wir sicherstellen, dass die darin verladenen stabilisierten Abfälle keine Gefahr darstellen“, erklärt Rémi Luttenbacher.

Für etwa zwei Tage bleiben die gefüllten Container im Freilager auf dem Gelände in Bonfol, bevor sie auf Bahnwagen verladen werden, um via Porrentruy und Basel in Sonderabfallverbrennungsanlagen nach Deutschland und Belgien gefahren zu werden. Der Transport per Bahn wird während der Pilotphase ebenfalls getestet.

Nachhaltige Sanierung

Die bci Betriebs-AG und ihre Partnerfirmen, Ingenieure, Bau- und Sanierungsfachleute, wissenschaftliche Berater und Umweltexperten werden in der Pilotphase engagiert daran arbeiten, den Betrieb zu prüfen und zu optimieren. Immer mit dem Ziel vor Augen, im Sommer 2010 für den intensiven Aushub der Abfälle bestmöglich gerüstet zu sein. Denn dann gilt es, mit der nachhaltigen, sicheren Sanierung der Deponie Bonfol echte Pionierarbeit zu leisten.


Weitere Artikel des Newsletters
» Editorial zum bevorstehenden Beginn des Aushubs
» Letzte Vorbereitungen für den Aushub
» Im Endspurt für den Pilotbetrieb
» Ein Sanierungsprojekt unter der Lupe
» Ein Konzept für reine Luft
» Eine multimediale Entdeckungsreise der Deponie
» Besucher auf der Baustelle in Bonfol
» „Ich vertraue auf unsere Vorbereitungen“
» „Wir können in der Krise effektiv zusammenarbeiten“
» Mit dabei

03-2009

Letzte Vorbereitungen für den Aushub

Die Infrastruktur ist weitgehend fertig gestellt. Der Aushub des Sondermülls wird ab März 2010 mit der Pilotphase beginnen. In dieser Phase wird getestet, ob alle Einrichtungen, Prozesse und Sicherheitsvorkehrungen funktionieren.

Bald ist es soweit, der Aushub kann beginnen. „Der Einsatz der vergangenen Jahre hat sich gelohnt. Im März starten wir die rund dreimonatige Pilotphase für die Sanierungsarbeiten der Sondermülldeponie Bonfol. In dieser Zeit prüfen wir alle Einrichtungen und geplanten Abläufe auf Herz und Nieren“, berichtet Rémi Luttenbacher, Gesamtprojektleiter der bci Betriebs-AG.

Behörden haben Oberaufsicht

Bevor die Pilotphase im nächsten Frühjahr startet, wird eine so genannte „kalte Inbetriebnahme“ durchgeführt: Ohne tatsächlich Abfälle zu bewegen, werden alle Geräte und Sicherheitsvorkehrungen auf ihre Funktionsfähigkeit geprüft. Nach dieser Prüfung obliegt es den kantonalen Behörden, die Betriebsbewilligungen zu erteilen. Damit geben sie die Sanierungsarbeiten, also den Aushub und die Vorbereitung der Abfälle, frei. Als Aufsichtsbehörden werden sie die Pilotphase verfolgen und regelmässig vor Ort Audits durchführen.

Weltweit liegen zur Sanierung grossvolumiger Sondermülldeponien nur wenig Erfahrungswerte vor. In der Pilotphase wird deshalb überprüft, ob alles richtig aufeinander abgestimmt ist. Denn nur wenn Installationen, Maschinen und Sicherheitsvorkehrungen absolut einwandfrei funktionieren, kann die bci Betriebs-AG mit der eigentlichen Sanierung der Deponie beginnen.

Sicherheit und Umweltschutz

Der Schutz von Mensch und Umwelt hat für die bci Betriebs-AG höchste Priorität. Ziel der Pilotphase ist es daher auch, ohne Zeit- und Mengendruck die Einbauten, die installierten Sicherheitsvorkehrungen sowie die Schutzausrüstung der Mitarbeitenden eingehend zu prüfen.

Fachleute führen Raumluftmessungen durch, überwachen die Luftemissionen und nehmen am Auslauf der Abwasserreinigungsanlage (ARA) zahlreiche Wasserproben. Parallel dazu wird das über die Jahre entwickelte Überwachungsprogramm des Grund- und Oberflächenwassers weitergeführt. Falls nötig, werden die Fachleute der jeweiligen Bereiche Anpassungen vornehmen. Während den Pilotmonaten werden in der Aushubhalle schätzungsweise nur rund 5000 Tonnen vom südlichen Deponieteil ausgehoben. Ab Beginn der Pilotphase werden bis zu 15 Fachleute – vom Betriebsleiter bis zum Kranführer – fünf Tage pro Woche vor Ort im Einsatz sein, teilweise im Schichtbetrieb.

Weg des Abfalls im Visier

Während des eigentlichen Aushubs werden ab dem Sommer mit Hilfe des Kran-Greifersystems täglich eindrückliche 160 Tonnen Abfall ausgehoben. Transportloren mit 20 Kubikmeter Volumen bringen die Abfälle von der Aushubhalle zur Vorbereitungshalle. Jede Abfallcharge wird beprobt, im nahen Labor untersucht und falls nötig mit Sägespänen oder gelöschtem Kalk stabilisiert. In Spezialcontainer abgefüllt, gelangen die Abfälle über eine Dekontaminierungsschleuse ins Freilager. Die Container sind wasser- und geruchsdicht und haben in vielfachen Tests ihre Belastbarkeit unter Beweis gestellt. „Die Stahlcontainer wurden speziell für den Transport der Sonderabfälle aus Bonfol konzipiert und zugelassen. So können wir sicherstellen, dass die darin verladenen stabilisierten Abfälle keine Gefahr darstellen“, erklärt Rémi Luttenbacher.

Für etwa zwei Tage bleiben die gefüllten Container im Freilager auf dem Gelände in Bonfol, bevor sie auf Bahnwagen verladen werden, um via Porrentruy und Basel in Sonderabfallverbrennungsanlagen nach Deutschland und Belgien gefahren zu werden. Der Transport per Bahn wird während der Pilotphase ebenfalls getestet.

Nachhaltige Sanierung

Die bci Betriebs-AG und ihre Partnerfirmen, Ingenieure, Bau- und Sanierungsfachleute, wissenschaftliche Berater und Umweltexperten werden in der Pilotphase engagiert daran arbeiten, den Betrieb zu prüfen und zu optimieren. Immer mit dem Ziel vor Augen, im Sommer 2010 für den intensiven Aushub der Abfälle bestmöglich gerüstet zu sein. Denn dann gilt es, mit der nachhaltigen, sicheren Sanierung der Deponie Bonfol echte Pionierarbeit zu leisten.




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» Editorial zum bevorstehenden Beginn des Aushubs
» Letzte Vorbereitungen für den Aushub
» Im Endspurt für den Pilotbetrieb
» Ein Sanierungsprojekt unter der Lupe
» Ein Konzept für reine Luft
» Eine multimediale Entdeckungsreise der Deponie
» Besucher auf der Baustelle in Bonfol
» „Ich vertraue auf unsere Vorbereitungen“
» „Wir können in der Krise effektiv zusammenarbeiten“
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