Newsletter

12-2018

Mit dabei: Altlasten-Experte und Hydrogeologe

Zum Ende der Sanierung muss überprüft werden, dass der ehemalige Deponiestandort kein Risiko mehr für die Schutzgüter darstellt. Fragen, die sich ganz zu Beginn des Sanierungsprojekts über das Verhalten chemischer Substanzen im Boden und im Wasser gestellt haben, werden aktuell geklärt. Die beiden hier vorgestellten Experten bearbeiten diese Themen seit rund 20 Jahren.

Unsere Schlussfolgerungen waren richtig

„Die Sondermülldeponie Bonfol beschäftigt mich seit fast 20 Jahren. Im Jahr 2000 erhielt unsere Firma von der Basler Chemie den Auftrag, eine Studie zu den möglichen Sanierungsvarianten zu erstellen. Grob gesagt: Wir hatten einen Patienten namens Sondermülldeponie Bonfol. Zuerst mussten wir eine seriöse Diagnose stellen. Ist der Patient schwer krank oder hat er ein vorübergehendes Problem? Erst aufgrund dieser Diagnose konnten wir in intensiver Arbeit die passende Therapie ermitteln.

Rückblickend erfüllt mich diese Arbeit mit Stolz, da sich unsere damaligen Abklärungen und Schlussfolgerungen als weitgehend richtig erwiesen haben. Während der Sanierungsphase hatte ich die Rolle des Bauherrenberaters inne. Ein zentrales Thema waren die Sanierungsziele. Hier mussten wir aufzeigen, dass nach dem Abfallaushub kein Risiko mehr für die Schutzgüter Grundwasser und Oberflächenwasser besteht. Das ist uns gelungen, so dass die Grube letzten Sommer wiederverfüllt werden konnte.

So kann ich mit grosser Befriedigung dieses Kapitel abschliessen und den Ruhestand geniessen, teilweise in meiner zweiten Heimat Mexiko.“

Dr. Christoph Munz
Senior Projektmanager
Arcadis Schweiz AG (vorher BMG Engineering AG)


Unsere Untersuchungen waren eine echte Herausforderung

«Seit 1994 bin ich als Hydrogeologe auf der Sondermülldeponie Bonfol tätig. Das Unternehmen CSD Ingénieurs SA hat den Auftrag, an diesem Standort die Umwelt und das Grundwasser zu überwachen. Dank unseren Untersuchungen waren wir in der Lage, die Struktur und Zusammensetzung des Bodens, die Fliessrichtung und Fliessgeschwindigkeit des Grundwassers sowie dessen allfälligen Schadstoffgehalt zu bestimmen. Die Untersuchungen, die Umsetzung des Konzepts für die Überwachung des Grundwassers und die Überprüfungen im Zusammenhang mit geringen Kontaminationen auf dem Areal waren eine echte Herausforderung.

Im Hinblick auf die Entwicklung eines zuverlässigen Systems für die Überwachung und den Schutz des Grundwassers haben wir auf eine ganze Palette von Methoden zurückgegriffen. Zur Anwendung gelangten insbesondere verschiedene geophysikalische Untersuchungen, zahlreiche Bohrungen und ein mathematisches Modell der Grundwasserströmungen und der Schadstoffverteilung. Rückblickend bin ich sehr stolz, dass ich einen Beitrag zur effizienten Sanierung dieser Sondermülldeponie leisten konnte. Dabei handelte es sich immerhin um einen der Standorte in der Schweiz, bei denen der Sanierungsbedarf am grössten war. Unsere Arbeit geht weiter: Das Netzwerk für die Überwachung der Umwelt bleibt bestehen und wird weiterhin betrieben. Ausserdem müssen einige sandhaltige Bereiche auch in Zukunft kontrolliert und bei Bedarf saniert werden.»

Dr. Joseph Thierrin
Hydrogeologe
CSD Ingénieurs SA, Pruntrut


Weitere Artikel des Newsletters
» Editorial zum Rückbau der Sanierungsinfrastruktur
» Die Aushubhalle verschwindet wieder
» Spezieller Dank von der Betriebsmannschaft vor Ort
» Mit dabei: Altlasten-Experte und Hydrogeologe
» Buch „Die erfolgreiche Sanierung“
» Abschied vom Newsletter
» Die Begleitkommission CIS im Herzen der Schweizer Demokratie
» Interview Umweltamt: Am Ende einer bedeutenden Phase
» Fotowettbewerb: Ihre schönsten Bilder von der Aushubhalle
» Infrastruktur: viele Etappen beim Rückbau

12-2018

Mit dabei: Altlasten-Experte und Hydrogeologe

Zum Ende der Sanierung muss überprüft werden, dass der ehemalige Deponiestandort kein Risiko mehr für die Schutzgüter darstellt. Fragen, die sich ganz zu Beginn des Sanierungsprojekts über das Verhalten chemischer Substanzen im Boden und im Wasser gestellt haben, werden aktuell geklärt. Die beiden hier vorgestellten Experten bearbeiten diese Themen seit rund 20 Jahren.

Unsere Schlussfolgerungen waren richtig

„Die Sondermülldeponie Bonfol beschäftigt mich seit fast 20 Jahren. Im Jahr 2000 erhielt unsere Firma von der Basler Chemie den Auftrag, eine Studie zu den möglichen Sanierungsvarianten zu erstellen. Grob gesagt: Wir hatten einen Patienten namens Sondermülldeponie Bonfol. Zuerst mussten wir eine seriöse Diagnose stellen. Ist der Patient schwer krank oder hat er ein vorübergehendes Problem? Erst aufgrund dieser Diagnose konnten wir in intensiver Arbeit die passende Therapie ermitteln.

Rückblickend erfüllt mich diese Arbeit mit Stolz, da sich unsere damaligen Abklärungen und Schlussfolgerungen als weitgehend richtig erwiesen haben. Während der Sanierungsphase hatte ich die Rolle des Bauherrenberaters inne. Ein zentrales Thema waren die Sanierungsziele. Hier mussten wir aufzeigen, dass nach dem Abfallaushub kein Risiko mehr für die Schutzgüter Grundwasser und Oberflächenwasser besteht. Das ist uns gelungen, so dass die Grube letzten Sommer wiederverfüllt werden konnte.

So kann ich mit grosser Befriedigung dieses Kapitel abschliessen und den Ruhestand geniessen, teilweise in meiner zweiten Heimat Mexiko.“

Dr. Christoph Munz
Senior Projektmanager
Arcadis Schweiz AG (vorher BMG Engineering AG)


Unsere Untersuchungen waren eine echte Herausforderung

«Seit 1994 bin ich als Hydrogeologe auf der Sondermülldeponie Bonfol tätig. Das Unternehmen CSD Ingénieurs SA hat den Auftrag, an diesem Standort die Umwelt und das Grundwasser zu überwachen. Dank unseren Untersuchungen waren wir in der Lage, die Struktur und Zusammensetzung des Bodens, die Fliessrichtung und Fliessgeschwindigkeit des Grundwassers sowie dessen allfälligen Schadstoffgehalt zu bestimmen. Die Untersuchungen, die Umsetzung des Konzepts für die Überwachung des Grundwassers und die Überprüfungen im Zusammenhang mit geringen Kontaminationen auf dem Areal waren eine echte Herausforderung.

Im Hinblick auf die Entwicklung eines zuverlässigen Systems für die Überwachung und den Schutz des Grundwassers haben wir auf eine ganze Palette von Methoden zurückgegriffen. Zur Anwendung gelangten insbesondere verschiedene geophysikalische Untersuchungen, zahlreiche Bohrungen und ein mathematisches Modell der Grundwasserströmungen und der Schadstoffverteilung. Rückblickend bin ich sehr stolz, dass ich einen Beitrag zur effizienten Sanierung dieser Sondermülldeponie leisten konnte. Dabei handelte es sich immerhin um einen der Standorte in der Schweiz, bei denen der Sanierungsbedarf am grössten war. Unsere Arbeit geht weiter: Das Netzwerk für die Überwachung der Umwelt bleibt bestehen und wird weiterhin betrieben. Ausserdem müssen einige sandhaltige Bereiche auch in Zukunft kontrolliert und bei Bedarf saniert werden.»

Dr. Joseph Thierrin
Hydrogeologe
CSD Ingénieurs SA, Pruntrut




Weitere Artikel des Newsletters
» Editorial zum Rückbau der Sanierungsinfrastruktur
» Die Aushubhalle verschwindet wieder
» Spezieller Dank von der Betriebsmannschaft vor Ort
» Mit dabei: Altlasten-Experte und Hydrogeologe
» Buch „Die erfolgreiche Sanierung“
» Abschied vom Newsletter
» Die Begleitkommission CIS im Herzen der Schweizer Demokratie
» Interview Umweltamt: Am Ende einer bedeutenden Phase
» Fotowettbewerb: Ihre schönsten Bilder von der Aushubhalle
» Infrastruktur: viele Etappen beim Rückbau