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12.11.2013 - Die zweite Sanierungsetappe hat begonnen – Sanierung wird im Frühjahr 2016 beendet


Seit Montag, den 4. November 2013, werden wieder Abfälle aus der Sondermülldeponie Bonfol ausgehoben und vorbereitet. Nach der erfolgreichen Verschiebung der Aushubhalle im September und der Fertigstellung der Anpassungsarbeiten und Tests konnte letzte Woche die zweite Sanierungsetappe begonnen werden. Da die Menge an zu verbrennendem Material grösser eingeschätzt wird als bisher angenommen, wird das Projekt insgesamt rund CHF 380 Mio. kosten. Die Sanierung wird im Frühjahr 2016 enden.


Auf der Sondermülldeponie Bonfol hat am 4. November die zweite Sanierungsetappe begonnen, nachdem die Aushubhalle wieder unter Unterdruck gesetzt worden war. Das Sanierungsteam öffnete den ersten Bereich auf der Nordseite der Deponie und begann den Aushub der Abfälle mit dem ferngesteuerten Kran-Greifer-System. „Wir sind sehr zufrieden, dass wir die Hallenverschiebungsphase gemeinsam mit unseren Sanierungspartnern erfolgreich bewältigt haben“, freute sich Michael Fischer, Geschäftsführer der bci Betriebs-AG, heute beim Pressetermin auf dem Sanierungsareal.

In der Hallenverschiebungsphase, die vom 25. Juli bis 4. November 2013 dauerte, mussten zuerst zahlreiche Vorbereitungsarbeiten für die Verschiebung ausgeführt, koordiniert und überwacht werden. Dann wurde Mitte September durch Spezialunternehmen die 3‘000 Tonnen schwere Halle um 82 Meter auf die Nordseite der Deponie gezogen. Schliesslich mussten wieder Gerätschaften angepasst, Leitungen umgebaut und angeschlossen sowie bauliche Veränderungen vorgenommen werden. Nach letzten Tests wurde die Halle wieder unter Unterdruck gesetzt. Michael Fischer erklärt: „Dank der guten Vorbereitung konnten wir auch bei der Öffnung der Halle die Sicherheit von Mensch und Umwelt garantieren; auch konnten wir eine Geruchsbelästigung der Anwohner vermeiden.“

Mehr Tonmaterial verursacht Mehrkosten

Während der ersten Sanierungsetappe im Südteil sind 86‘000 Tonnen Abfallmaterial ausgehoben, vorbereitet und verbrannt worden. „Wir mussten mehr Ton aus dem Deponiesaum in den Sonderabfallöfen verbrennen lassen als geplant. Dafür gibt es zwei Gründe: Zum Ersten arbeiten wir seit der Explosion vom Juli 2010 mit ferngesteuerten Baggern. Die Abfälle können daher weniger präzise vom Tonboden getrennt werden. Zum Zweiten waren die Zwischendämme zwischen den einzelnen Abfalldepots schwierig von den Abfällen zu unterscheiden. Diese Umstände haben die Gesamtmenge des auszuhebenden und als Sonderabfall zu verbrennenden Materials erhöht“, erklärt der Geschäftsführer der bci Betriebs-AG, Michael Fischer. Aufgrund dieser Erfahrung schätzt die bci Betriebs-AG die insgesamt auszuhebende und zu verbrennende Menge anstatt der ursprünglich angenommenen 134‘000 Tonnen neu auf 175‘000 Tonnen.

Daraus ergibt sich, dass – bei gleichbleibender Leistung von 800 Tonnen pro Woche – der Aushub der Abfälle aus der Deponie im Frühjahr 2016 beendet wird. Die Mehrmengen bedeuten eine Erhöhung der Projektkosten. Neu geht die bci Betriebs-AG davon aus, dass sich die definitive Sanierung der Sondermülldeponie Bonfol gegenüber dem Plan um rund 30 Millionen Schweizer Franken verteuern wird. Die Basler Chemische Industrie trägt gemäss ihrer Zusage von 2005 die für die definitive Sanierung anfallenden Kosten.

Kanton und Gemeinde waren vertreten

Den Medienvertretern wurde heute beim Pressetermin die Aushubhalle in ihrer neuen Position und die bereits sanierte Südseite der Deponie gezeigt. Ein beeindruckendes Loch von gut 130 Metern Breite, 80 Metern Länge und bis zu 10 Metern Tiefe ist durch die Verschiebung der Halle freigelegt worden. Der Deponiesaum ist visuell sauber; die Analysen von Probebohrungen zeigen, dass nur in begrenzten Bereichen noch eine Schicht von einigen Dutzend Zentimetern Tonmaterial abgetragen werden muss, um die vom Kanton definierten Sanierungsziele zu erreichen.

Jean-Pierre Meusy, der seit gut zehn Jahren für den Kanton Jura das Dossier leitet, und der Gemeindepräsident von Bonfol, Fernand Gasser waren beim Pressetermin zugegen, um auf Journalistenfragen zu antworten.

Abschluss des Abfallaushubs im Frühjahr 2016

In der zweiten Sanierungsetappe sind nach aktuellen Annahmen rund 89‘000 Tonnen Material auszuheben, vorzubereiten und in Sondermüllanlagen zu verbrennen. Bei einem angestrebten Rhythmus von 800 Tonnen pro Woche sollte die Deponie im Frühjahr 2016 geleert sein. Dann wird der Deponiesaum aus Ton soweit wie nötig abgetragen, die Grube mit Bodenmaterial aufgefüllt und die Infrastruktur komplett zurückgebaut. Schliesslich werden gemäss kantonalem Sondernutzungsplan die rund 15 Hektaren des Areals wieder mit einheimischen Bäumen bepflanzt.

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Weitere Informationen erhalten Sie bei
bci Betriebs-AG • Bernhard Scharvogel • Leiter Kommunikation
T + 41 61 685 15 06 • Mobil + 41 79 598 39 43 • bernhard.scharvogel@bcibag.ch

Bilder vom Medientermin finden Sie auf unserer Homepage www.bci-info.ch

Die bci Betriebs-AG ist für die Planung und Umsetzung der definitiven Sanierung der Sondermülldeponie Bonfol verantwortlich. Die bci Betriebs-AG handelt im Auftrag der Unternehmen der Basler Chemischen Industrie (BCI).

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