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19.09.2013 - Aushubhalle in nur zwei Tagen verschoben


Am Montag und Dienstag dieser Woche wurde die Aushubhalle der Sondermülldeponie auf die Nordseite der Deponie verschoben. Die Verschiebung der 3‘000 Tonnen schweren Stahlkonstruktion um 82 Meter stellte eine technische Herausforderung dar. Dank guter Planung und professioneller Umsetzung verlief dieses Vorhaben schneller als ursprünglich geplant. Nun wird alles vorbereitet, um im November in der zweiten Sanierungsetappe wieder Abfälle auszuheben.


Nach letzten Vorbereitungen konnte am Montag, 16. September, die Stahlkonstruktion erstmals nach dreieinhalb Jahren wieder bewegt werden. Sie legte an diesem Tag rund 30 Meter zurück. Am Dienstag wurde nach weiteren 52 Metern bereits gegen 15.30 Uhr die Endposition auf der Nordseite der Deponie erreicht. Dort wurde die Halle fixiert. In der Folge wird nun die Stahlstruktur kontrolliert, und die Nord- und Südfassaden werden an die neuen Fundamente angepasst.

„Wir sind sehr zufrieden, dass dieser bedeutende Schritt im Sanierungsprojekt so gut geklappt hat“, erklärt Rémi Luttenbacher, Gesamtprojektleiter der bci Betriebs-AG. „Dank guter Planung, sorgfältiger Vorbereitung und einer professionellen Umsetzung durch unsere Sanierungspartner vom Groupement DIB ging die Verschiebung der Halle sogar schneller vonstatten als ursprünglich geplant.“

Strecke von 82 Metern zurückgelegt

Das Verschieben der riesigen Stahlkonstruktion, die 150 Meter breit, 122,5 Meter lang und 40 Meter hoch ist, stellte eine technische Herausforderung dar. Zwei hydraulische Zugmaschinen auf der Ost- und der Westseite der Deponie erzeugten jeweils einen Druck von mehr als 100 bar und zogen in Schritten von einigen Zentimetern pro Zug die 3‘000 Tonnen schwere Halle an Stahlseilen auf einer Strecke von 82 Metern zur Nordseite. An den Seiten und im Inneren der Halle wurde jede Bewegung mitverfolgt, um allfällige Hindernisse oder Probleme sofort feststellen zu können.

In der Folge müssen nun verschiedene Gerätschaften und Sicherheitseinrichtungen wieder installiert und getestet werden. Im November soll der Aushub der Abfälle auf der Nordseite beginnen. Diese zweite und letzte Etappe der definitiven Sanierung der Sondermülldeponie soll 2015 abgeschlossen werden.

Bilanz der ersten Sanierungsetappe

Bis 24. Juli hat der Abfallaushub auf der Südseite der Sondermülldeponie gedauert. Knapp 86‘000 Tonnen Abfälle konnten unter hohen Sicherheitsbedingungen ausgehoben, vorbereitet und entsorgt werden. „Wir haben diese erste Sanierungsetappe trotz der Explosion vom Juli 2010 erfolgreich abgeschlossen“, bilanziert Michael Fischer, Geschäftsführer der bci Betriebs-AG.


Regelmässige Luftmessungen

Bevor die Aushubhalle geöffnet werden konnte, musste die Abfallfront komplett mit Planen bedeckt und mit einer Luftabsaugung unter der Plane versehen werden. Die Arbeiten wurden von regelmässigen Luftmessungen in der Halle flankiert. Mit der Öffnung der Aushubhalle am 19. August konnten die weiteren Vorbereitungsarbeiten aufgenommen werden. Es galt, zahlreiche Gerätschaften auszubauen, Leitungen abzukoppeln und die Stahlträger der Halle von den Fundamenten zu lösen. Zeitgleich musste auf der sanierten Südseite der Deponie ein Fundament aus armiertem Beton erstellt werden, das die Südfassade der Halle nach der Verschiebung trägt.

Die Luftmessresultate in der Halle zeigten, dass deren Öffnung kein Risiko für Mensch und Umwelt darstellte. Um allfällige Gerüche in der Umgebung zu vermeiden, wurde in der Halle und entlang der Fassade ein Neutralisierungsprodukt versprüht. Dieses bekämpft wirkungsvoll den speziellen Geruch der Deponie. Die bci Betriebs-AG hat für die Phase der Vorbereitung und Durchführung der Hallenverschiebung ein „Nasennetzwerk“ aus freiwilligen Bewohnern der Nachbargemeinden Bonfol, Beurnevésin und Pfetterhouse eingerichtet. Bislang wurde keine Beeinträchtigung durch Geruch aus der Aushubhalle gemeldet.

Zeitplan für die zweite Sanierungsetappe

Nach der erfolgten Hallenverschiebung werden nun zahlreiche Gerätschaften und Sicherheitseinrichtungen wieder installiert und getestet. Im November soll der Aushub der Abfälle auf der Nordseite beginnen. Diese zweite und letzte Etappe der definitiven Sanierung der Sondermülldeponie soll 2015 abgeschlossen werden. Der Deponiesaum aus Ton wird soweit wie nötig abgetragen, die Grube mit Bodenmaterial aufgefüllt und die Infrastruktur zurückgebaut. Schliesslich werden gemäss kantonalem Sondernutzungsplan die rund 15 Hektaren des Areals wieder mit einheimischen Bäumen bepflanzt.

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Service für Medien:
- Filmmaterial:
Medien können auf Anfrage verschiedene Sequenzen der Hallenverschiebung als FTP-Download erhalten (Full HD).
- Fotos: Unter www.bci-info.ch sind im Bereich „Media“ zahlreiche Fotos zusammengestellt.
Eine Zusammenfassung der Hallenverschiebung im Film ist für ein breites Publikum unter www.bci-info.ch im Bereich „Media“ zu sehen.

Weitere Informationen erhalten Sie bei
bci Betriebs-AG • Bernhard Scharvogel • Leiter Kommunikation
T + 41 61 685 15 06 • Mobil + 41 79 598 39 43 • bernhard.scharvogel@bcibag.ch

Die bci Betriebs-AG ist für die Planung und Umsetzung der definitiven Sanierung der Sondermülldeponie Bonfol verantwortlich. Die bci Betriebs-AG handelt im Auftrag der Unternehmen der Basler Chemischen Industrie (BCI).

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