Historie

Die Sondermülldeponie Bonfol ist ein Erbe unserer Vergangenheit. In ihr haben die Basler Chemische Industrie, der Kanton Bern, das regionale Gewerbe sowie die Schweizer Armee ab 1961 ihre Abfälle abgelagert. Die Ablagerungsmöglichkeit in der wasserundurchlässigen Tongrube hatte sich durch den Tonabbau der Keramikindustrie ergeben. Bis 1976 haben die Firmen der BCI darin 114'000 Tonnen Abfälle eingelagert, zu etwa 70% in Fässern. Danach wurde die Grube mit einer Tonschicht abgedeckt und wieder bepflanzt. Grund- und Oberflächenwasser wurden regelmässig überwacht. Diese Lösung galt in ihrer Zeit als vorbildlich und richtungweisend.

Überwachungs- und Sicherheitsmassnahmen verstärkt

1981 meldete das Überwachungssystem ein Leck in der Tonabdeckung. Wasser lief in die Grube und es kam zu begrenzten Auswaschungen von Schadstoffen. Die BCI leitete umgehend Sofortmassnahmen ein: Sie senkte das Wasserniveau in der Deponie und behandelte das abgepumpte Sickerwasser in Industriekläranlagen in Basel. Danach leitete sie Massnahmen zur Langzeitsicherung der Deponie ein: In zwei Sanierungsphasen wurde ein Drainagesystem angelegt, der Spiegel des Deponiesickerwassers stabilisiert, eine biologische Kläranlage vor Ort gebaut sowie die Abdichtung der Grube mit mehreren Schichten verstärkt. Nach der 28 Mio. Schweizer Franken teuren Sanierung erarbeitete die BCI ein neues Sicherheits- und Überwachungskonzept, das heute 75 Kontroll- und Messstellen umfasst.

Definitive Sanierung eingeleitet

Mit den verbesserten technischen Möglichkeiten der Abfallentsorgung und dem gestiegenen Umweltbewusstsein ist die Deponie mehr und mehr zu einer Hypothek geworden. 2003 hat die bci Betriebs-AG dem Kanton Jura ein Sanierungsprojekt gemäss Altlastenverordnung eingereicht. Das Projekt läuft in fünf klar definierten Etappen ab. Der Zeitplan sieht vor, die definitive Sanierung der Sondermülldeponie Bonfol bis im Jahr 2015 fertig zu stellen. Der Aushub, die Vorbereitung, der Abtransport sowie die Verbrennung der Abfälle in speziellen Sonderabfallverbrennungsanlagen haben im April 2010 begonnen. Nach der lokalen Explosion in der Aushubhalle vom 7.7.2010 wurden die Arbeitsabläufe überprüft und die Sicherheitsmassnahmen angepasst. Seit 18.5.2011 werden seither ohne besondere Vorkommnisse wieder Abfälle ausgehoben und fachgerecht entsorgt.