Renaturierung

Im Frühling 2019 wurde die Bepflanzung des Geländes der ehemaligen Sondermülldeponie Bonfol wieder aufgenommen. Bei der Auswahl der Jungpflanzen, die aus der Region stammen, wurde der natürlichen Umgebung und den klimatischen Bedürfnissen Rechnung getragen. 

Bereits im letzten Quartal 2018 ist eine Fläche von rund 53'000 m2 aufgeforstet worden. Es verbleiben noch ca. 75'000 m2, die – je nach Zustandekommen der Projekts „Land-Art“ von Escale Bonfol – mehr oder weniger vollständig mit Bäumen bepflanzt werden.

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Das ehemalige Gelände der Sondermülldeponie Bonfol wurde wieder aufgeforstet (Juni 2019).

Zudem wurde das ehemalige Klärbecken zu einem natürlichen Teich umgebaut. Die beiden nördlich gelegenen Teiche wurden zu Feuchtbiotopen, die Lebensraum für Kröten und Libellen bieten.

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Teil der Renaturierung: Feuchtbiotope bilden einen Lebensraum für Kröten und Libellen.

Das Projekt «Land-Art» von Mario Botta

Der Verein Escale Bonfol plant, auf der ehemaligen Sondermülldeponie Bonfol ein vom Architekten Mario Botta entworfenes Land-Art-Projekt umzusetzen. Es soll ein Begegnungsort entstehen, der die Westmauer der ehemaligen Aushubhalle nutzt, die Flächen mit Bäumen und Büschen kunstvoll bepflanzt sowie von einem 40 Meter hohen Aussichtsturm überragt wird. Die Gemeinde Bonfol hat im Mai 2019 den kommunalen Sondernutzungsplan gutgeheissen. Mit der Baubewilligung ist bald zu rechnen. 

Die Realisierung des Projektes „Land-Art“ hängt nun davon ab, ob der Verein Escale Bonfol in der nächsten Zeit genügend Sponsoren finden wird. Zu diesem Zweck wurde vom Verein die Stiftung ‚Fondation Mémoire, Art et Forêt Bonfol‘ gegründet, deren Patronat sich aktiv für die Drittfinanzierung des Projekts einsetzt. Der kommunale Sondernutzungsplan sieht vor, dass das Projekt bis Anfang 2022 umgesetzt sein sollte. Dann soll das Gelände wieder für die Öffentlichkeit zugänglich werden.

Sandlinsen

Auf dem sanierten Gelände befinden sich drei seit Jahren bekannte Sandlinsen. Bis heute hat keine dieser Sandlinsen Auswirkungen auf die Schutzgüter Grund- und Oberflächenwasser. Das bestehende Dispositiv beinhaltet die Ausspülung, das Abpumpen und die Behandlung des Wassers. Das Ziel soll sein, dass die Schadstoffe innerhalb eines vertretbaren Zeitraums soweit abnehmen, dass keine weiteren Aktionen mehr nötig sein werden. Die Überwachung der Sandlinsen wird noch mehrere Jahre dauern. Die Kantonsbehörden sind mit dem geplanten Vorgehen einverstanden.

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Mittels Schacht wird der Zugang zu einer Sandlinse im Norden der Deponie freigehalten.

Bereits im Jahr 2016 hat die bci Betriebs-AG mit der Ausspülung der nördlichen Sandlinsen begonnen. Aktuell bestehen zwei Schächte, die einen Zugang zu den Sandlinsen im Norden der Deponie erlauben.

Der Bereich um die Sandlinse Süd wurde verfüllt. Die Pumpaktivitäten werden weitergeführt. Der Zugang zum Austritt des Wassers aus der Sandlinse wird mit Hilfe eines Schachtes sichergestellt. Die Reinigung dieser Sandlinse begann bereits im Jahr 2014. 

Die Erkundungen zeigen, dass die Konzentrationen der in den Sandlinsen befindlichen Schadstoffe bereits deutlich abgenommen haben.

Eine kleinere im Nordosten der verfüllten Grube liegende Sandlinse wird zurzeit noch untersucht und bedarf weiterer Abklärungen. Der Untersuchungsperimeter ist im diesem «Plan» festgelegt. Für diese Arbeiten engagiert die bci Betriebs AG ein darauf spezialisiertes Unternehmen. Ziel ist es, dass die Ergebnisse der Untersuchungen bis im Mai 2021 vorliegen und diese von den zuständigen Behörden genehmigt werden können. Sollten zusätzliche Massnahmen notwendig werden, ist deren Umsetzung im Jahr 2022 vorgesehen. Danach sollten keine grösseren Eingriffe mehr notwendig sein und sich die Aktivitäten auf die Überwachung und Instandhaltung der Anlagen beschränken.